Umstellung der Private Investing Strategie Ausgewogen (Fidelity)

Der Anlageberater Fidelity hat jüngst eine größere Umstrukturierung in der Private Investing Strategie Ausgewogen vorgenommen. Die Anpassungen wurden dabei wie folgt begründet:

Begründung des Anlageberaters: „Die globalen Aktienmärkte notieren aktuell auf einem ähnlichen Niveau wie Ende 2017. Die leichte Abschwächung des globalen Wachstums hat sich auch im 2. Quartal fortgesetzt. Unser sog. Fidelity Leading Indicator deutet nun eine etwas größer als erwartete und länger anhaltende Verlangsamung an. Wir haben das Portfolio daher etwas vorsichtiger aufgestellt. Im Aktienbereich sind wir im Portfolio von neutral auf untergewichtet gegangen. Hier haben wir vor allem einige der höheren Beta-Positionen wie europäische Aktien und Finanzwerte reduziert, die sensibler bei Veränderungen des Wachstums reagieren. Das Rentensegment haben wir von untergewichtet auf neutral gesetzt. Im ersten Quartal war das Gewinnwachstum bei US Unternehmen sehr stark. Die Reaktion von Investoren war jedoch nur sehr schwach. Dies könnte darauf hindeuten, dass viele Marktteilnehmer glauben, dass das Beste bereits hinter uns liegt. Während die Bewertungen auf Basis der erwarteten Gewinne fair erscheinen, bieten sie doch weniger Absicherung. Kombiniert mit einer Abschwächung des globalen Wachstums hat uns dies veranlasst bei Aktien auf ein Untergewicht zu gehen.
Aufgrund unseres verhalteneren Ausblicks haben wir den Rentenbereich aufgestockt. 10-jährige US Staatsanleihen liegen nun bei rund 3% und bieten damit einen akzeptablen, wenngleich noch immer nicht attraktiven Schutz vor Inflation und weiteren Zinserhöhungen seitens der Notenbank. Während höhere Ölpreise bedenklich sind, sehen wir diese noch nicht die Kerninflationsrate nach oben treiben.
Wir haben die Position im Fidelity Global Multi Asset Income Fund reduziert und in den Fidelity Global Multi Asset Tactical Fund umgeschichtet. Dies ist ein Total Return Fund und damit weniger von breiten Marktbewegungen abhängig. Wir sehen dies als Vorteil an, in einer Phase in der die zukünftige Marktrichtung sehr ungewiss ist. Dieser noch flexiblere Ansatz des Fonds sollte von Vorteil sein. Wir haben ebenfalls die Position im Fidelity Global Financial Services Fund reduziert.
Die Profitabilität von Banken könnte in einem Umfeld flacher werdender Zinskurven leiden. Es gibt jedoch weiter Unterstützung von Seiten der De-Regulierung in den USA und den niedrigen Bewertungen in Japan und Europa. Wir haben daher eine kleinere Position beibehalten.
Unsere vorsichtigere Positionierung resultiert aus einem potentiell langsameren Wachstum, strafferer Geldpolitik und den Gefahren, dass eine höhere Inflation sich negativ auf Risikoassets auswirkt. Wir sehen diese Positionierung jedoch nicht als eine Vorbereitung auf einen Bärenmarkt an, da es weiterhin eine Reihe unterstützender Faktoren für den Aktienmarkt in diesem Jahr gibt.“

Im einzelnen kam es zu folgenden Anpassungen in der Struktur der Kundenportfolios:

 

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